"Die Reikitechniken des Mikao Usui"


 

Zur historischen Entwicklung der Reikitechniken und zum Interview mit Mikao Usui steht unten mehr... 



Die drei Aufbauseminare zu

"Die Reikitechniken des Mikao Usui"


Mikao Usui, der Begründer der Reikimethode, lehrte im Shoden 14 Techniken und im Okuden 12 Techniken. Der Shoden entspricht dem 1. Reiki-Grad, der Okuden dem 2. Grad. 
Die Mehrzahl dieser Techniken wurden für Behandlungen verwendet, ein Teil für die persönliche Entwicklung. 


Sie können an einem Wochenende 14 von diesen 26 Techniken erlernen.


Am Samstag werden 7 Techniken aus dem Shoden gezeigt und geübt.
Am Sonntag werden 7 Techniken aus dem Okuden gezeigt und geübt.

Beide Seminartage können unabhängig voneinander besucht werden.



"Sieben Techniken des Shoden", dem 1. Grad


Der Inhalt des Seminars:

Ich zeige und erkläre an diesem Tag 7 Techniken des Shoden:

  • Byosen, die Körperscan-Technik - ideal bei Menschen und Tieren
  • Gassho, eine Meditationstechnik für die eigene Entwicklung
  • Reiji-Ho zum Erspüren, wo der Körper Bedarf hat
  • Gedoku, eine Entschlackungstechnik für den Alltag
  • Mawashi, um Reiki innerhalb einer Gruppe fließen lassen
  • Nentatsu, eine Affirmationstechnik für sich selbst
  • Kenyoku zur Selbstreinigung.


Wir üben alle Techniken gegenseitig an uns.
Ich gehe dabei selbstverständlich auf Ihre Fragen ein.


Details zum Seminar

Hinweise:
Die Techniken stehen mit zusätzlichen Infos in der Seminarmappe.
Byosen, Reiji und Gedoku können auch bei Tieren angewandt werden.
Sie erhalten eine Urkunde als Teilnahmebescheinigung.
Voraussetzung für dieses Seminar ist der 1. Reikigrad.

Termine:
Samstag, 8. Juni 2024 von 10 bis 18 Uhr
Samstag, 7. Sept. 2024 von 10 bis 18 Uhr
Wieder an einem Samstag im Juni 2025
Wieder an einem Samstag im Herbst 2025


Preis:
145 Euro inklusive der Seminarmappe
Der Freundschaftspreis: 10 % pro Person geschenkt, kommt man zu zweit
Eine Ermäßigung oder Sozialplatz ist möglich

Ort:
In meiner Praxis in Berlin oder im Seminarraum in Potsdam.





"Sieben Techniken des Okuden", dem 2. Grad


Der Inhalt des Seminars:

Ich zeige und erkläre an diesem Tag die 9 Techniken des Okuden:

  • Hanshin Koketsu, die Technik zur körperlichen Verbesserung
  • Seiheki Chiryo zur Behandlung von Gewohnheiten
  • Hanshin-Chiryo zum Aktivieren des Körpers
  • Nadete-Chiryo-Ho, eine Ausstreichtechnik
  • Gyoshi-Ho, das Heilen mit den Augen
  • Koki-Ho, das Heilen mit dem Atem
  • Heso Chiryo, die beglückende Nabelbehandlungstechnik.


Wir üben alle Techniken gegenseitig an uns.
Ich beantworte dabei gern alle aufkommenden Fragen.


Details zum Seminar

Hinweise:
Die Techniken stehen mit zusätzlichen Infos in der Seminarmappe.
Die Techniken können bei Menschen und Tieren angewandt werden.
Sie erhalten eine Urkunde als Teilnahmebescheinigung.
Der 2. Reikigrad ist Voraussetzung für dieses Seminar.

Termine:
Sonntag, 9. Juni 2024 von 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 8. Sept. 2024 von 10 bis 18 Uhr
Wieder an einem Sonntag im Juni 2025
Wieder an einem Sonntag im Herbst 2025

Preis:

145 Euro inklusive der Seminarmappe
Der Freundschaftspreis: 10 % pro Person geschenkt, kommt man zu zweit
Eine Ermäßigung oder Sozialplatz ist möglich

Ort:
In meiner Praxis in Berlin oder im Seminarraum in Potsdam




Das Aufbauseminar

"Die Byosen-Körperscan-Technik" vom 1. Grad


Der Inhalt des Seminars:

Die Byosen-Technik ist eine zentrale Technik bei Mikao Usui gewesen.
Zu Recht, denn mit ihr ist bei Menschen und Tieren vieles möglich.

Ich wende sie oft beruflich in meiner Praxis an.

Ich biete einen ganzen Extratag nur zu dieser Technik an, damit wir sie nach der Einführung und Erklärung ausführlich üben können.
Wir üben die Technik gegenseitig an uns und an eventuell mitgebrachten Tieren.
Die Stufen des wahrgenommenen Byosens ermöglicht die Einordnung und macht Zusammenhänge verständlich. 
Ich gehe dabei auf den Körper-Byosen und auf den Verlaufs-Byosen beim Behandeln ein und beantworte gern alle aufkommenden Fragen.



Details zum Seminar

Hinweise:
Die Technik steht mit den Stufen und zusätzlichen Infos in der Seminarmappe.
Die Voraussetzung für dieses Seminar ist der 1. Reikigrad.

Termin:
Sonntag, 1. Dezember 2024 von 10 bis 18 Uhr

Preis:

145 Euro inklusive der Seminarmappe
Der Freundschaftspreis: 10 % pro Person geschenkt, kommt man zu zweit
Eine Ermäßigung oder Sozialplatz ist möglich

Ort:
In meiner Praxis in Berlin oder im Seminarraum in Potsdam

Zu mir


  • Seit 1994 praktiziere ich die Reikimethode.
  • Seit 2005 unterrichte ich als Reiki-Lehrerin nach Mikao Usui.
  • 2006 Ausbildung in die 20 Techniken von Mikao Usui durch Hiroko Kasahara.
  • Seitdem wende ich sie beruflich in meiner Praxis an.
  • Zum Vertiefen meines Reikiverständnis war ich 1999, 2006 und 2019 in Japan.


Ich bin Reiki-Lehrerin in der 5. Generation nach Mikao Usui sowohl in der westlichen Tradition als auch in der japanischen Tradition. 
Meine Reikilehrerin Hiroko Kasahara war Einzelschülerin von Hiroshi Doi, der Mitglied der japanischen Usui-Gakai ist. Mein Reikilehrer Josef Hilger aus Köln wurde von Phyllis Furumoto, der Enkelin von Hawayo Takata, ausgebildet.

Das Aufbauseminar

"Die Reikitechniken von Mikao Usui für Tiere"


Möchten Sie privat, ehrenamtlich oder beruflich mehr für Tiere tun?

Möchten Sie effektive Reiki-Techniken für Tierbehandlungen erlernen?
Für die eigenen und für andere Tiere? 
Für Haus-, Hof-, Tierheim- und Wildtiere?
Ob privat, ehrenamtlich, neben- oder hauptberuflich?



Die Vorteile des Seminars:

  • Sie erweitern ihr Repertoire durch mehrere Behandlungstechniken.
  • Gerade bei scheuen oder aggressiven, bei sehr kleinen oder großen Haus-, Tierheim- und Wildtieren in verschiedenen Situationen ist es sehr hilfreich, einen Werkzeugkoffer mit verschiedenen Techniken zu haben.
  • Nach dem Seminar können Sie jede Technik sofort bei allen Tieren anwenden.
  • Diese Techniken können Sie natürlich auch bei Menschen einsetzen.



Der Inhalt des Seminars:

In diesem Tagesseminar erlernen Sie sechs Techniken, die Mikao Usui lehrte:

  • Byosen, die Körper-Scan-Methode
  • Reiji-Ho, das Wahrnehmen von bestehenden oder entstehenden Problemen
  • Gedoku, eine Entgiftungs- und Entschlackungstechnik
  • Gyosi-Ho, Reiki über die Augen weitergeben, hilfreich bei scheuen Tieren
  • Koki-Ho, Reiki über den Atem weitergeben
  • Byogen-Chiryo, die Ursache statt das Symptom eines Problems behandeln.


Ich zeige und erkläre alle Techniken an uns Menschen, da das zum Erlernen einfacher ist. Währenddessen bleibt genügend Zeit für auftauchende Fragen.
Geübt werden die Techniken an sich selbst oder untereinander mit den anderen Teilnehmenden. Dabei nehme ich immer wieder Bezug darauf, wie man diese Techniken bei kleinen und großen, sozialen, scheuen oder auch aggressiven Haus- und Wildtieren anwenden kann.
Die Techniken aus diesem Seminar wende ich in meiner Praxis seit über 15 Jahren erfolgreich bei Tieren an.


Details zum Seminar

Hinweise:

Die Techniken stehen mit zusätzlichen Infos in der Seminarmappe.
Sie erhalten eine Urkunde als Teilnahmebescheinigung.

Das Seminar ist für alle ab dem 1. Reikigrad.

Termine:
Samstag, 17. August 2024 von 10 bis 18 Uhr
Tipp: Am Sonntag, 18. August 2024, findet das Praxisseminar "Mehrere Tiere mit Reiki behandeln" statt. Beide Tagesseminare sind unabhängig voneinander buchbar.

Der Preis für einen Tag:
145 Euro inklusive der Seminarmappe
Der Freundschaftspreis: 10 % pro Person geschenkt, kommt man zu zweit
Eine Ermäßigung oder Sozialplatz ist möglich

Der Ort:

In meiner Praxis in Berlin oder im Seminarraum in Potsdam

Haben Sie Fragen oder möchten Sie sich anmelden?

Sie können mich gern anrufen über 0177-1956 847 oder mir hier schreiben:

Deutschland

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Zur historischen Entwicklung der Reikitechniken


Mikao Usui, der Begründer der Reikimethode, übergab bei seinen Reikiseminaren seinen Schülerinnen und Schülern ein Handbuch, das "Hikkei".

 In ihm standen Reikitechniken und Handpositionen, Gedichte des Meji-Kaisers und ein Interview mit ihm über die Reikimethode

Das Handbuch hat 68 Seiten, ist 9 x 12,8 cm groß und sieht so aus:

Mikao Usui begann 1922 mit der Verbreitung der Reikimethode, 1926 verstarb er. Auf dem Foto von einem Reikiseminar, das zwischen 1922 und 1926 entstand, sitzt er zwischen den Frauen in der ersten Reihe.
In diesen vier Jahren bildete er, laut der Inschrift auf dem Gedenkstein für ihn von 1927, 2.000 Reikischülerinnen und Schüler in ganz Japan in den Shoden und Okuden aus.

Mikao Usui bildete zwanzig Reikilehrer aus. Die unterstützten ihn bei seinen Seminaren. 
Hier der Ausschnitt eines Fotos von 1926 mit allen zwanzig. Mikao Usui ist der 3. von links in der mittleren Reihe, rechts neben ihm im hellen Kimono sitzt Juzaburo Ushida. Er wurde nach Mikao Usuis Tod Präsident der von Mikao Usui gegründete "Reiki-Gesellschaft", der "Reiki-Gakkai". Gizo Tomabechi fehlt auf dem Foto. Vorne links sitzt Chujiro Hayashi. Hinten links steht Kanichi Taketomi, der nach Juzaburo Ushida den Vorsitz der Gakkai übernahm.


Die Anmerkung in weißer Schrift unter dem Foto aus dem Jahr 1926 heißt übersetzt: „Alle Mitglieder, die Reiju geben dürfen“. Mit Reiju ist das Einstimmen in die Reikimethode gemeint. 

Die Musikerin und sehr aktiven Reikilehrerin Ishie Mine (ca. 1877 bis ca. 1980), die die Gakkai-Zweigstellen in Kobe und Hyogo leitete und über einhundert Jahre alt wurde, veröffentlichte 1967 ihre Autobiografie „Neunzig Jahre meines Lebensweges“. In diesem japanischen Buch stehen Informationen und Daten über diese zwanzig Lehrer.

Das waren unter anderem Umetaro Mine, der Mann von Ishie Mine, Juzaburo Ushida (1865-1935), der auf Mikao Usui folgende zweite Präsident der Gakkai, der spätere dritte Präsident Kanichi Taketomi (1878-1960) und der fünfte Präsident Hoichi Wanami (1883-1975), Gizo Tomabechi (1880-1958), der ab 1947 japanischer Verkehrsminister war, Chujiro Hayashi (1880-1940),Kozo Ogawa, sowie Shiro Isoda, ein Naturwissenschaftler, der die Zweigstellen in Hiroshima, Suma und Kyoto leitete. Laut Frau Kimiko Koyama (1906-1999), der sechsten Präsidentin der Gakkai, war "seine Ehefrau bekannt für ihre Erfolge mit Reiki."


Mikao Usui lehrte im Shoden 14 Techniken und im Okuden 12 Techniken.
Der Shoden entspricht dem westlichen 1. Grad, der Okuden dem 2. Grad.
Die Mehrzahl dieser Techniken wurden für Behandlungen verwendet, ein Teil für die persönliche Entwicklung.

Einer der zwanzig von Mikao Usui ausgebildeten Reikilehrer war Chujiro Hayashi (1880-1940). Er begann im Mai 1925 bei ihm mit der Reikiausbildung und wurde innerhalb von zehn Monaten, kurz bevor Mikao Usui im März 1926 verstarb, von ihm vom ersten Grad bis zum Reikilehrer ausgebildet.

Als Chujiro Hayashi Pensionär wurde, eröffnete er 1931 in Tokio eine Reikipraxis mit zwei Räumen gemeinsam mit seiner Ehefrau Chie, die am Empfang arbeitete.
In ihrem Familienunternehmen gab es für acht Personen Liegen, an denen die Reikischülerinnen und Reikischüler täglich Bedürftige behandelten.

Chie Hayashi praktizierte ebenfalls ab ungefähr 1927 Reiki und unterrichtete als Reikilehrerin vor 1937 bis nach 1954 in mehreren Städten Japans.
Auf dem Foto steht sie als Reikilehrerin vorn in der Mitte:

Hawayo Takata (1900-1980) kam aufgrund einer Empfehlung in die Praxis der Hayashis und wurde dort behandelt, bis sie wieder gesund war.
1935 ließ sie sich von Chujiro Hayashi in den Shoden und Okuden ausbilden.
Sie schrieb von den gelernten Reikitechniken in ihren Aufzeichnungen aus dem Jahr 1935. Diese Techniken gab sie ab 1938 als Reikilehrerin weiter.

Ein Auszug aus ihren damaligen Aufzeichnungen und das „Ryoho Shishin“, das „Behandlungs-Leitfaden“-Heftchen von Chujiro Hayashi, das alle von ihm bei seinen Reikiseminaren bekamen, steht bei www.ReikiGreyBook.com.

Hawayo Takata und Chujiro Hayashi im Jahr 1938 auf Hawaii:

Hawayo Takata Chujiro Hayashi

Hawayo Takata (1900-1980) lebte als Witwe mit ihren beiden Töchtern auf Hawaii, einem Bundesstaat der USA. Viele Familien aus Japan waren vor 1900 nach Hawaii ausgewandert, um dort hauptsächlich auf den Plantagen zu arbeiten, so auch die Eltern von Hawayo Takata. Auch sie arbeitete jahrelang auf einer Zuckerrohrplantage.
1935 erlernte sie den Shoden und Okuden von Chujiro Hayashi in Tokio. Chujiro Hayashi kam mit seiner erwachsenen Tochter Kiyoe, die auch Reiki praktizierte, vom 2.10.1937 bis zum 22.2.1938 nach Hawaii zu Besuch. Chujiro Hayashi und Hawayo Takata gaben beide zusammen, laut den rund siebzig Artikeln in den hawaiianischen Tageszeitungen aus dieser Zeit, vierzehn Fünf-Tages-Seminare und bildeten so rund vierhundert Menschen in Reiki aus.

Hawayo Takata eröffnete 1937 ihre Behandlungspraxis auf Hawaii und gab ab 1938 als Reikilehrerin in ihren Reikiausbildungen die Techniken des Shoden und des Okuden an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. Das berichteten einige ehemalige, noch lebende Schülerinnen von ihr, die der Reikiforscher Justin Stein Anfang der 2010er auf Hawaii befragte. Ruth Fujimoto (1918-2012) wurde als 21jährige von Hawaya Takata 1939 in Reiki ausgebildet, Yoshie Kimura (1920-2015) erlernte als 20jährige um 1940 von Hawayo Takata Reiki und praktizierte ab da rund siebzig Jahre lang fast täglich Reiki.

Nach dem japanischen Angriff des US-amerikanischen Marinestützpunkt auf der hawaiianischen Insel Pearl Harbor im Dezember 1941 galt bis zum Ende des Pazifikkrieges im September 1945 das Kriegsrecht in den USA, auch auf dem US-amerikanischem Bundesstaat Hawaii.
Ab 1942 bis 1945 wurden alle japanischstämmigen amerikanischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die in den am Pazifik angrenzenden Bundesstaaten lebten, in Lager eingesperrt, viele starben dort. Die rund 160.000 auf Hawaii lebenden Menschen japanischer Abstammung, das waren rund 33 bis 40 % der dortigen Gesamtbevölkerung, sollten ebenfalls zwangsinterniert werden. Dass das nicht passierte, war nur dem Umstand zu verdanken, dass die wohlhabenden weißen Großplantagenbesitzer auf Hawaii fast komplett auf die japanischen Feldarbeiterinnen und Feldarbeiter angewiesen waren und sie eine Ausnahme für Hawaii erreichen konnten. Man konnte damals sofort inhaftiert werden bei einem Verdacht auf Spionage oder Feindestreue, wozu beispielsweise die Verehrung des japanischen Kaisers zählte.

Unter diesem großen Druck entjapanisierte Hawayo Takata die Reikimethode und christianisierte sicherheitshalber den Buddhisten Mikao Usui zu einem christlichen Priester beziehungsweise Dozenten an einer christlichen Universität in Japan mit einem US-amerikanischen Abschluss um.
Mikao Usui und Chujiro Hayashi haben, entgegen dem, was im westlichen Raum erzählt wird, nachweislich keinerlei Doktortitel und waren auch keine Ärzte. Der Titel "Dr." für beide ist wohl ein Interpretationsfehler des japanischen Wortes "Sensei". Diese Höflichkeitsbezeichnung wurde und wird in Japan immer zusammen mit dem Nachnamen verwendet, wenn man von seinem oder von einem Lehrer, Arzt, Rechtsanwalt oder Professor spricht.

Im 1. Grad unterrichtete Hawayo Takata ab 1942 als Reaktion auf den Krieg von nun an keine der bei Chujiro Hayashi gelernten Techniken mehr. Sie vermittelte anstelle dessen die von ihr neu entwickelte und sehr effektive Technik der standardisierten Grundbehandlung mit zwölf festen Handpositionen.
Im 2. Grad gab sie noch die zwei Techniken der Fernbehandlung und der Emotional-Mental-Harmonisierung weiter.
Das behielt sie auch nach dem Ende des Pazifikkrieges im September 1945 so bei.

Hawayo Takata wurde ab 1948 in die USA zum Kursgeben eingeladen und begann dort die Reikimethode zu verbreiten. Sie reiste in den 32 Jahren bis zu ihrem Tod im Jahr 1980 sehr oft in die USA und nach Kanada und gab dort unzählige Ausbildungsseminare.
Sie unterrichte dabei im 1. Grad nur ihre Grundbehandlung und im 2. Grad die Fernbehandlung und die Emotional-Mental-Harmonisierung.
Hawayo Takata meinte später als Begründung für ihr Nichtweitergeben der von Chujiro Hayashi gelernten Reikitechniken in ihren Seminaren in Amerika: Das japanische Reikisystem wäre „höchst komplex, erfordere langes Training und wäre eng mit Religiösem verwoben“, so dass ihr „dieser Ansatz für Nichtjapaner nicht geeignet“ erschien.

Die Behandlungstechnik des Chakrenausgleichs, die von manchen in der Ausbildung in den 1. Grad gelehrt wird, entwickelte der Amerikaner Arthur Robertson in den 1990ern. Nach seiner Reikiausbildung begann er seine schon vorher praktizierte Chakrenarbeit mit der Reikimethode zu kombinieren.

Zum 3. und 4. Reiki-Grad:
Der Shihan-Kaku war der 3. Grad, der im westlichen Raum auch "Meistergrad" genannt wird. "Kaku" bedeutet "Assistent" oder "Assistentin", "Shihan" "Lehrer" oder "Lehrerin".
Der "Shihan" war der 4. Grad, mit dem man andere in den 1. bis 4. Grad ausbilden konnte.
Am Ende der individuellen Lehrzeit als Assistent oder Assistentin bei Seminaren und Übungstreffen wurde von dem Lehrer oder der Lehrerin bei dem entsprechenden Können die Urkunde für den 4. Grad überreicht.
Beide Grade waren bei Mikao Usui ohne Behandlungstechniken, denn es ging bei diesen zwei Graden nicht um Behandlungen, sondern um die Begleitung und Ausbildung von anderen. Da Hawayo Takata sie deshalb nicht anpassen musste, gab sie diese zwei Grade inhaltlich unverändert weiter.
Schon seit Jahrzehnten werden diese zwei Grade unabhängig voneinander unterrichtet
. Damit wird denen, die sich persönlich weiterentwickeln möchten, aber in sich nicht den Wunsch verspüren, deshalb Lehrerin oder Lehrer werden zu müssen, das ermöglicht. Denn durch die weitere Einstimmung und die Anwendung des Zeichen des 3. Grades intensiviert sich die persönliche und spirituelle Entwicklung.

Hawayo Takata bildete in den 4. Lehrgrad
neben ihrer Schwester Imako und ihrer Enkelin Phyllis Lei Furumoto fünfzehn weitere Frauen und fünf Männer aus. Diese lebten alle in den USA und in Kanada, bis auf ihre Schwester, die wie sie zeitlebens auf Hawaii wohnte.

Diese 22 gaben die Reikitechniken und die Informationen zu Mikao Usui, so wie sie sie von Hawayo Takata gelernt hatten, an ihre Reikischülerinnen und Schüler und in Büchern weiter.

Ein Jahr nach Hawayo Takatas Tod, 1982, bekamen alle 22 von ihrer Tochter Alice Takata Furumoto (1925-2013) ein von Alice selbst herausgegebenes Buch, das sogenannte "Graue Buch" zum Andenken an Hawayo Takata.
Dieses Buch hat rund 75 Seiten und auf dem Einband aus grauem Leinenpapier standen nur die beiden japanischen Schriftzeichen für Rei und Ki. Alice Furumoto, die ebenfalls Reikipraktizierende war, ließ davon 100 Exemplare drucken. Die anderen Exemplare verschenkte Alices Tochter Phyllis Lei Furumoto (1948-2019) in den darauffolgenden Jahrzehnten an ausgewählte Reikipraktizierende.
Im Buch stand komplett der „Behandlungs-Leitfaden Ryoho Shishin" von Chujiro Hayashi mit einigen Techniken sowie Tagebuchaufzeichnungen, Fotos, die Urkunde zur Reikilehrerin und das sehr lesenswerte Essay "Die Kunst des Heilens" von 1948 von Hawayo Takata.
Der Inhalt des "Grauen Buches" steht bei www.ReikiGreyBook.com.

Übrigens wurden die ersten Reikiseminare in Europa von der Amerikanerin Mary McFadyen, die eine der 22 von Hawayo Takata ausgebildeten Reikilehrerinnen und Reikilehrer war, 1981 in Hamburg und in Frankfurt am Main gegeben.

Die Verbreitung der Reikimethode in den USA, Kanada, Australien und Europa geschah von 1948 bis in die 2000er nur durch Hawayo Takata und die 22 von ihr ausgebildeten Reikilehrerinnen und Lehrer und deren Reikischülerinnen und Schüler sowie deren nachfolgenden Schülerinnen und Schüler.
Aus diesem Grund wird diese Form auch als "westliches Reiki", "westliche Reikilinie" oder "westliche Reikitradition" bezeichnet. Die neu entwickelten Techniken wie die Grundbehandlung mit den zwölf Handpositionen von Hawayo Takata oder der Chakrenausgleich von Arthur Robertson werden "westliche Reikitechniken" genannt.

Diese Form nach Hawayo Takata mit einer Technik im 1. Grad und zwei Techniken im 2. Grad wird bis heute in den USA, Kanada, Australien und Europa in fast allen Reikiausbildungen gelehrt.


Erst Ende der 1990er entstanden durch einige wenige amerikanische und europäische Reikilehrer die ersten Kontakte zu Reikilehrerinnen und Reikilehrer in Japan. Sie entdeckten dadurch die anderen von Mikao Usui gelehrten und im Westen unbekannten Reikitechniken, sowie eine Fülle an schriftlichen Material von beziehungsweise zu Mikao Usui und Chujiro Hayashi und der Reikimethode.
Dazu gehören beispielsweise das Handbuch "Hikkei" von Mikao Usui und der Behandlungsleitfaden „Shinshin Ryoko“ von Chujiro Hayashi, die Tagebücher von Hawayo Takata aus ihrer Zeit der Reikiausbildung sowie damalige japanische Reikibücher und Zeitungsberichte über die Reikimethode, über Mikao Usui und über seine Schüler und Schülerinnen.

Sie fanden in Tokio das Familiengrab der Usuis, neben dem ein einhundert Jahre alter und fast drei Meter hoher Gedenkstein steht.
Das Foto oben mit dem Gedenkstein hinter dem alten Baum entstand 2019 bei meiner dritten Japanreise.
Der Stein ist von oben bis unten vollständig beschrieben. Nach Mikao Usuis Tod hatten seine Schüler ihn ein Jahr später, im Jahr 1927, neben dem Grab aufgestellt. Er hat eine umfangreiche Inschrift zu dem Leben und Wirken von Mikao Usui und zur Entwicklung der Reikimethode. Auch die "Gokai", die "Die fünf Grundsätze", im Deutschen werden sie "Die Lebensregeln" genannt, stehen auf diesem Gedenkstein.

In Japan gab es in den 1980er und 1990er dreizehn Zweigstellen der von Mikao Usui gegründeten Reiki-Gesellschaft, der "Usui Gakkai". Ihre Mitglieder führten seit 1922 bis heute seine Arbeit und seine Ausbildungen unverändert weiter. Innerhalb der Gakkai finden regelmäßige Reikitreffen, Behandlungen und Ausbildungen statt.
Es gab und gibt auch die vielen Schülerinnen und Schüler der von Mikao Usui ausgebildeten zwanzig Lehrer, die unabhängig von der "Usui Gakkai" ebenfalls seine Reikimethode verbreiteten und in Japan Reikibücher veröffentlichten. Einer dieser zwanzig war beispielsweise Chujiro Hayashi.
Werden in Europa in Seminaren die Techniken von Mikao Usui oder von Chujiro Hayashi weitergegeben, dann wird das als "die japanischen Reikitradition" bezeichnet, vom "japanischen Reiki" oder der "japanischen Reikilinie" gesprochen und bei den Techniken von den "japanischen Reikitechniken".

Auf Grund dieser historischen Entwicklungen wird im westlichen Raum bei der Ausbildung in den 1. Grad, so wie es Hawayo Takata lehrte, die Technik der Handpositionen unterrichtet und im 2. Grad die Fernbehandlungstechnik und die Emotional-Mental-Harmonisierung, und üblicherweise keine weiteren von Mikao Usui gelehrten Techniken.

Allerdings wird zunehmend von einigen die eine oder andere Technik von Mikao Usui in Reikiseminaren vorgestellt, beispielsweise die "Gassho"-Technik oder die "Byosen"-Technik. Oder die Gokai, die fünf Lebensregeln, werden außer auf Deutsch auch auf Japanisch vermittelt.


Bei beiden Linien variieren nur die Techniken und einige Hintergrundinfos über die Methode.
Die Hauptsache, die Weitergabe der universellen, heilsamen, wunderbaren Reikienergie, ist bei den beiden Linien vollkommen gleich geblieben.

Auf dem Foto sind die Gokai mit der Unterschrift von Mikao Usui.
"Gokai" heißt übersetzt "Fünf Grundsätze", "Fünf Regeln", "Fünf Gebote".
Hierzulande sind die Gokai als die "Lebensregeln" bekannt.

Die Gokai lauten: "Kyo Dake Wa: Ikaru na. Shinpai suna. Kansha shite. Gyo-o hageme. Hito ni shinsetsu ni."
"Gerade heute: Ärger dich nicht. Sorge dich nicht. Sei dankbar. Arbeite hart. (Im Sinne von: Tue konsequent etwas für deine innere Entwicklung.) Sei freundlich zu den Lebewesen."

Mikao Usui sah die Gokai als eine "Methode zum Einladen des Glücks und Heilmittel vieler Krankheiten".

Meine drei Reiki-Reisen durch Japan


Ich bin sehr gern in Japan.


Auf meiner ersten dreiwöchigen Reise
1999 fuhr ich nach ein paar Tagen in Tokio bis in den hohen Norden nach Hokkaido. Danach begab ich mich nach Kyoto und besuchte dort auch den Kurama-Berg. Auf dem Kurama-Berg kam Mikao Usui 1922 in Kontakt mit der Reikienergie. Überall wurden mir Türen aufgetan, so dass ich das Land sehr privat kennenlernen durfte.

Bei meiner zweiten dreiwöchigen Reise 2006 waren meine Ziele die beiden alten, ehemaligen Kaiserstädte Nara und Kyoto. Ich besuchte die unglaublich kraftvollen japanischen Gärten, Tempel und Schreine und den Kurama-Berg. Es war wieder ein Traum-Urlaub.

Bei meiner dritten Reise 2019 fuhr ich mit einem angemieteten Wohnmobil durch Japan und gelangt so bequem nach Taniai, dem Geburts- und Schulort von Mikao Usui mitten in Japan, zu seinem Familiengrab in Tokio und wieder auf den Kurama-Berg bei Kyoto. Dort gab es abends die "Wesak"-Zeremonie, zu der über 2.000 Menschen kamen, darunter viele aus dem Ausland. Um mich herum saßen reikipraktizierende Frauen aus Paris, Dänemark und San Francisco.
Auf der Reise besuchte ich auch Tierschutzeinrichtungen in Gifu und bei Narita und hielt in Tokio einen Vortrag vor japanischen Reikipraktizierenden zum Thema "Reiki für Tiere".



Die konkreten Ortsangaben der Reiki-Orte auf Googlemaps, wie Mikao Usuis Geburtshaus, das Familiengrab mit dem Gedenkstein und der Kuramaberg,
sowie Tipps und Links für eine eigene Reise dorthin stehen hier:

Die Beschreibung von zwei Techniken, die Mikao Usui lehrte,
stehen in diesen beiden Blog-Artikeln:


Die Byosen-Scan-Technik

Die Emotional-Mental-Harmonisierung

Möchten Sie mehr über meine Seminare erfahren?


Ich biete an:


~ Fundierte Ausbildungen in den 1.-4. Reiki-Grad   
~ Aufbau-Seminare "Die Techniken von Mikao Usui"
~ Aufbau-Seminare "Tiere mit Reiki behandeln"        

Meine Bücher "Reiki-Techniken für Tiere"