Den Byosen scannen, um körperliche Probleme zu erfassen -

eine effektive Reiki-Technik von Mikao Usui

Ein Blog-Artikel von Iljana Planke



Mikao Usui, der Begründer der Reiki-Methode, lehrte im Shoden und Okuden 22 Techniken.
Der Shoden entspricht dem westlichen 1. Reiki-Grad, der Okuden dem westlichen 2. Grad.
Diese Reikitechniken sind zum Beispiel in dem Buch "Das Reiki-Kompendium" von den drei Autoren Rand/Lübeck/Petter erklärt.
Von diesen 22 Techniken sind 14 sehr gut für Tiere anwendbar.

Das Handbuch "Hikkei" von Mikao Usui mit den Reikitechniken u.a.m. 
Er übergab das Handbuch bei seinen Reikiseminaren all seinen Schülerinnen und Schülern.

Beim Reikiseminar
(Das Foto wurde zwischen 1922 bis 1926 aufgenommen. 1922 begann er mit der Verbreitung der Reikimethode, 1926 verstarb er im Alter von 62 Jahren.)

Die Byosen-Technik 

Mikao Usui lehrte die Byosen-Technik im Shoden.
Er nannte eine disharmonische Ausstrahlung „Byosen“.
„Byo“ heißt „krank“ und „Sen“ „Ansammlung“ und „Drüse“.


Der Byosen bezeichnet die Ausstrahlung von emotionalen Problemen wie einem trauernden Herzen und von disharmonischen Körperzellen wie Narbengewebe, Knochenbruch, Anspannung im Kopf, Verspannungen, kränkelnde Organe, im Körper abgelagerte Schadstoffe, eine Energieschwäche in einzelnen Bereichen und anderes.

Durch das Erfassen des Körperbyosen kann man erstens feststellen, an welchen Körperstellen eine Behandlung nötig ist. 
Zweitens ist es nach viel Übung möglich, die Schwere eines Problems zu erfassen.



Mit entsprechender Erfahrung kann man die Byosenausstrahlung unterscheiden.
Also ob eine Beule eine Eiterbeule ist oder nur eine Fettbeule, ob sich die Byosenausstrahlung bei einem lahmenden Pferd eher nach einer flächigen Entzündung im Bein anfühlt oder nach einer Zerrung von etwas Langem, wie einem Muskel.

Solche ersten Hinweise können dann tierärztlich genauer abgeklärt werden.

Übrigens ist es, anders als bei Menschen, bei Tieren gestattet, Diagnosen zu stellen, weil sie rechtlich wie Gegenstände angesehen werden.
Genaueres dazu finden Sie in meinem Buch "Reiki-Techniken für Tiere" beim Kapitel "Rechtliches".


Der Ablauf der Byosen-Technik
Bei dieser Technik wird mit der Hand der Körper oder einzelne Körperbereiche nach Disharmonien abgescannt.

Dabei fährt man mit einer Hand oder beiden Händen mit wenigen Zentimetern Abstand langsam über alle gewünschten Körperbereiche.
Dabei achtet man genau auf seine Wahrnehmungen in der Hand.
Das können in den Fingerspitzen oder in der Hand Hitze-, Kälte- oder Kribbelempfindungen sein, ein Pulsieren oder Pochen oder sogar ein Schmerz in der Hand oder bis in den Arm hoch.
Im nächsten Schritt kann man diese Empfindungen den sechs Stufen zuordnen.
Bei anderen, unspezifischen Empfindungen, zum Beispiel einer Schwere, einer Leichtigkeit oder einer Tomatenmatschigkeit, muss man durch vergleichende Erfahrungen lernen, sie richtig zu interpretieren.

Die Byosenempfindungen sind, genau wie die selten wahrgenommen Emotionen, weg, sobald man die Hand von der Körperstelle wegnimmt.

Sie können auch bei einer Reikibehandlung wahrgenommen werden. Entweder sind sie nach einigen Minuten Reikifluss durch die Harmonisierung weg, ansonsten spätestens, wenn man am Ende der Direkt- oder Fernbehandlung die Hände wegnimmt.


Die sechs Abstufungen des Byosen
Die Byosenstufen gelten für alle Lebewesen, also für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Man kann in seiner Hand beim Abscannen des Körpers, aber auch während des Behandelns sechs Stufen bemerken:

Die 1. Stufe „Onnetsu“ taucht bei einem leichten, vorübergehenden Problem auf, mit dem der Körper auch allein klarkommen würde.
Bei ihr hat man an der Hand Wärmeempfindungen.
Onnetsu würde man zum Beispiel beim Bauch nach einem zu umfangreichen Essen bemerken.

Die 2. Stufe „Atsui Onnetsu“ ist mit Hitzeempfindungen verbunden.
Bei der 2. Stufe ist das beginnende Problem noch im Rahmen, aber man tut besser etwas.
Das kann bei einer Quetschwunde vorkommen. Sie kann von allein abheilen, aber sie kann sich auch entzünden.

Die 3. Stufe „Piri Piri“ bringt Kribbelempfindungen in der Hand.
Das kann bei einem Lahmen, das schon länger anhält, vorkommen.

Bei der 4. Stufe „Hibiki“, das heißt „Schwingung“ oder „Pulsieren“, fühlt man ein Pochen, Pulsieren oder Vibrieren in der Hand.
Beispielsweise bei Entzündungen, oder hat Kühle- und Kälteempfindungen, zum Beispiel bei einer Organerkrankung.

Die 5. Stufe „Itami“, das heißt „Schmerz“, bringt sehr unangenehme bis schmerzhafte Empfindungen in der Hand mit sich.
Manchmal fühlen sie sich in der Hand wie Nadelstiche an.
Das schmerzhafte Byosengefühl kann an den Fingerspitzen oder in der Handfläche sein, sich aber auch bis zum Ellenbogen, in schweren Krankheitsfällen sogar bis in den Oberarm hochziehen.
Manchmal hat man auch schwere Gefühle, wie eine tiefe Trauer, emotionale Bauchschmerzen, Weinen oder "man könnte anfangen zu weinen" oder man hat ein schweres Herz. Man ist dann kurz quasi der Kanal für die Emotionen.
Diese Stufe tritt beispielsweise bei einem akuten Bandscheibenvorfall, einem Trauma oder einer chronischen Erkrankung auf.
Während der Reikibehandlung flaut das Unangenehme oder der Schmerz ab. Nach der Behandlung oder nach dem Wegnehmen der Hand sind die Wahrnehmungen sowieso vorbei.

Bei der 6. Stufe: „Hanno nashi“, das bedeutet „Ohne Reaktion“, fühlt sich der Byosen nach „Nichts“ oder künstlich-fremd an.
Das wäre bei einer lebensgefährlichen Vergiftung oder wenn ein Organ kollabiert.


Der Byosen beim Fernreiki
Diese Stufen kann man, wenn man dafür sensitiv genug ist, auch beim Handauflegen auf Fotos oder beim Abscannen von Fotos beziehungsweise bei Fernbehandlungen wahrnehmen.


Das Erlernen der Technik
geht ziemlich leicht.
Mikao Usui unterrichtete diese Technik den Reikianfängerinnen und -anfängern.
Mikao Usui lehrte mehrere Ansätze für eine Behandlung.
Zum Beispiel legte man bei der unterrichteten "Direkten Behandlung" dort seine Reikihände auf, wo sich ein Symptom befand, beispielsweise ein Schnitt in den Finger, Bauchgrummeln, Kopfschmerzen, Trauer o.a.
Eine andere Möglichkeit war, zuerst den Körperbyosen zu scannen und dann aufgrund der Erkenntnisse daraus die Reikihände auf die herausgefundene Stelle zu legen.
Eine "Direkte Behandlung" oder eine "Behandlung nach einem Byosenscan" dauerte so lange, bis das Problem sich verbessert hat oder es verschwunden ist. Das kann 10 bis 120 Minuten dauern, es können auch mehrere oder viele Behandlungen erforderlich sein.

Man bemerkt ziemlich schnell den ersten Aspekt der Technik, also die entsprechenden Wahrnehmungen in den Händen, wenn man erst einmal weiß, auf was man achten muss.

Für das Erlernen des zweiten Aspekts dieser Technik, das Erfassen der Schwere eines Problems sowie die Interpretation der Wahrnehmungen, also ob dort beispielsweise eine Fett- oder eine Eiterbeule unter dem Fell ist, braucht es allerdings viel Übung und Vergleichsmöglichkeiten. 
Deshalb ist es ein etwas längeres Unterfangen, um bei dem zweiten Aspekt sicher zu werden.
Der erste Aspekt ist relativ einfach zu erlernen.


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Ich biete einen Präsenz-Kurs an, in dem man diese Technik erlernen kann.
Zusammen mit weiteren hilfreichen Reiki-Techniken, die Mikao Usui lehrte.
Der nächste Termin ist am Sa., 6. Juli 2024.

Zu näheren Infos hier klicken...


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Urheberrechte an diesem Text: Iljana Planke  www.Reiki-fuer-Tiere.info

Die fünf "Gokai" von Mikao Usui mit seiner Unterschrift. 
Er schreibt, sie  sind "das Geheimnis des Glücks, das Heilmittel für jede Krankheit." 
Sie lauten: "Nur heute: Ärgere dich nicht, sorge dich nicht, sei dankbar, tu Deine Arbeit, sei freundlich zu anderen."